Kommentar zur emotionalen Bildung und Verantwortung

von Michael:

Michael ist 70 Jahre alt, nach einer Ausbildung zum Lehrer war er langjähriger verantwortlicher Redakteur beim Schulbuchverlag Cornelsen in Berlin, Vertriebsleiter für eine Weiterbildungseinrichtung und zuletzt selbstständig als Personalberater.

 

Thema Bildung: was mir auffällt sind Meldungen wie kürzlich in der Neuen Westfälischen Zeitung vom 4.8.17 „Auszubildende müssen für Benimm-Regeln nachsitzen“. Zu vermuten ist, dass Eltern ihrer Erziehungsaufgabe in vielen Fällen nicht mehr nachkommen. Die emotionale Bildung wird vernachlässigt zu Gunsten eines „konfliktfreien “ Zusammenlebens. Eltern stehen nicht mehr an erster Stelle, die Kinder werden überbehütet und werden auch mit über 20 nicht losgelassen. Tischmanieren, respektvoller Umgang miteinander, Einfühlungsvermögen werden nicht eingefordert. Kinder werden überfordert, sollen schon als zweijährige Entscheidungen treffen, weil ihre Eltern Konflikte vermeiden wollen. Mit 18 den Führerschein und dann gleich ein PS-starkes Auto fahren, alles mit Billigung der Eltern. Meines Erachtens hat das mit Verantwortung für das eigene Leben zu tun. Mach es deinen Kindern nicht schwer, indem du es ihnen leicht machst.

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Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Guten Tag, kann Michael nur zum Teil zustimmen. Sicher, weichen Eltern oft Konflikten mit Kindern aus. Aber weichen nur Eltern Konflikten aus? Wo gibt es klare Positionen in der Politik? Beruf und Familie vereinbaren fordert von den Eltern schon viel Kraft. Da reicht die Energie für eine konsequente Erziehung oft nicht aus. Würde gerne am 2.9. auch darüber diskuitieren, wie wir Eltern stärken und auch entlasten können. Zudem, „Kinder erziehen“ ist kein Schulfach sondern Training on the job.

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