Denke ich an Europa…

von Anita:

Denke ich an Europa ………………… denke ich spontan an Jahrzehnte des Friedens, an offene Grenzen, an den Euro und an geregelte Gurkenform und -größe!

Die Jahrzehnte des friedlichen Miteinanders, der Abbau von Misstrauen beeindrucken mich und sind für mich das Herzstück von Europa. Offene Grenzen zeigen mir Vertrauen und der Euro erleichtert das Leben sowohl der Wirtschaft wie jedem von uns.

Wissen wir als EU-Bürgerinnen und -Bürger es zu schätzen? Wenn wir den Frieden bewahren wollen, brauchen wir dann nicht ein stärkeres Miteinander? Sind wir bereit, dafür auch auf Privilegien und auf Wohlstand zu verzichten? Ich kann diese Frage selbst für mich nicht eindeutig beantworten.

Allerdings haben die letzten Jahre gezeigt, wie unterschiedlich unser Denken und Handeln z.B. in Flüchtlingsfragen ist und zu welcher Zerreißprobe es führt. Miteinander und Vertrauen machen angesichts der Herausforderungen einen ziemlich brüchigen Eindruck. Aber auch ansonsten gibt es immer noch gewaltige Unterschiede. Statt sich um einheitliche Gurkenformen zu kümmern, wären einheitliche soziale Standards, ein angeglichenes Arbeitsrecht vermutlich wichtiger gewesen.

Es wurde schon angesprochen, wer regiert eigentlich in Brüssel? Wenn ernsthaft darüber nachgedacht wird, eine Unionsstaatsbürgerschaft einzuführen, ist die Frage nach der Rolle und des Einflusses der Lobbyisten in Brüssel erlaubt. Dort ist die Situation ja noch beunruhigender wie in Berlin.

Bei mir verstärkt sich der Eindruck, die wirklich wichtigen Fragen werden nicht gelöst. Was erhoffen, was wünschen sich die Jugendlichen von Europa. Auch bei diesem Thema freue ich mich auf den 2.9..

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