Generationen im Gespräch beim Digitaltag 2020

Der erste bundesweite Digitaltag fand am 19. Juni statt. Wir waren dabei und luden im Rahmen von Generationen im Gespräch zum Digitalen Tischgespräch – „Das Internet gehört allen Generationen“ ein. 19 jüngere und ältere Menschen haben mitgemacht und sich über die Digitalisierung in ihrem Leben ausgetauscht.

 

Es wurden unterschiedliche Fragen in Bezug auf die der Digitalisierung gemeinsam diskutiert: Was sind die Sorgen und Ängste der Menschen, worin liegen Chancen und Herausforderungen der rasanten digitalen Veränderungen?

Beim Digitalen Tischgespräch von Generationen im Gespräch wurde die Digitalisierung zu einem erlebbaren Dialog zwischen Generationen. Im Projekt geht es bei der Digitalisierung um die Herausforderungen des Alterns und für das Verhältnis zwischen den Generationen: Tut sich durch die Digitalisierung eine neue Kluft auf zwischen Jüngeren und Älteren auf oder bringt uns die Digitalisierung enger zusammen? Wie können Barrieren abgebaut werden, um die Teilhabe von Menschen zu ermöglichen, die noch keinen Zugang zum Internet haben?

Das Altersspektrum der Teilnehmenden beim Digitalen Tischgespräch lag zwischen 19 und 80 Jahren. Ziel war es, dass die Teilnehmenden über ihre eigenen Erfahrungen mit und ihre Einstellungen zum Internet sprechen. Zugleich ging es darum, die technischen Möglichkeiten erfahrbar zu machen und die Distanz zu digitalen Anwendungen zu verringern.  Am digitalen Tisch von Generationen im Gespräch konnten sich alle Teilnehmenden gegenseitig wie in einem realen Stuhlkreis in die Augen sehen und in der Großgruppe als auch in Kleingruppen miteinander diskutieren.

Die Erfahrungen mit Technik und Computer waren bei den Teilnehmenden sehr unterschiedlich ausgeprägt. Die jungen Teilnehmenden sind mit dem Internet aufgewachsen. Zugleich sind für sie rasante technologische Veränderungen nichts Neues. Ältere Teilnehmende sprachen über die Lochkartensysteme in Betrieben in den 1970er Jahren als ihre ersten Erfahrungen mit Computern. Generation Smartphone und die Generation Lochkarte verbindet dabei gleichermaßen das Gefühl, dass Technik und Kommunikation sich schnell verändern.

Einigkeit bestand darin, dass die Digitalisierung das Leben bereichert: Emails, Podcasts, E-Books und digitale Museumsrundgänge erleichtern die Teilhabe am sozialem und kulturellen Leben – insbesondere für ältere Menschen. Durch das Internet besteht die Möglichkeit, mit Freund*innen  auch über große Entfernungen eng in Kontakt zu bleiben. Es sind oft kleine Anwendungen, die den digitalen Raum  so spannend machen.

Entscheidend ist, dass Menschen Unterstützung erhalten, digitale Anwendungen zu nutzen. Anwendungen sind nicht für alle Menschen intuitiv. Eine Teilnehmende berichtet darüber, sie würde gerne Carsharing-Angebote nutzen, die  Handhabung der Anwendung für das Smartphone sein für sie nur einfach zu kompliziert.  Sich dem Internet im eigenen Leben zu verweigern, wird zunehmend schwieriger. Der Abbau von Barrieren für die Nutzung des Internets sollte daher in Zukunft  zu einem großen generationenübergreifenden Gesellschaftsprojekt werden.

Hier geht es zu unserem digitalen Protokoll der Veranstaltung.

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