Diskussion: Wahlen ab 16 Jahren und mehr Repräsentation der Jugend ermöglichen?

Aktuell hat diese Debatte wieder die Republik erreicht: Trauen wir jungen Menschen zu, politische Entscheidungen zu treffen? Und trauen sie es sich selbst zu? 50 Jahre nach der Absenkung des Wahlalters von 21 auf 18 Jahre geht es heute darum, ob auf Bundesebene ab dem Alter von 16 Jahren gewählt werden darf.

Im Fluter, einem Jugendmagazin der Bundeszentrale für Politische Bildung wurden viele weitere Argumente für und gegen die Absenkung des Wahlalters gesammelt, die wir hier vorstellen. Hier geht es zum Beitrag im Fluter: www.fluter.de/ich-bin-unter-18-und-ich-will-waehlen

Die Befürworter*innen erhoffen sich davon eine stärkere Berücksichtigung der Interessen jüngerer Generationen. Dazu zählen Zukunftsthemen, für die sich viele der älteren Wähler*innen nicht unbedingt interessieren. Die Skeptiker*innen plädieren für eine Kopplung von Wahlrecht und Volljährigkeit. Sie gehen davon aus, dass jüngere Menschen nicht genügend Wissen und Erfahrung haben, um Wahlentscheidungen zu treffen.

Österreich macht es übrigens schon vor. Hier wurde das Wahlalter im Jahr 2007 auf 16 Jahre gesenkt. Diese Entscheidung war nicht leicht und wurde durch gezielte Maßnahmen begleitet: Zum Beispiel durch mehr Unterricht zu Politik und Zeitgeschichte oder durch Kampagnen zur politischen Sensibilisierung. Auch in Deutschland ist in manchen Bundesländern die Teilnahme an der Landtagswahl für 16-Jährige bereits möglich.

Wie steht ihr zur Herabsenkung des Wahlalters auf Bundesebene? Was kann es für unsere Gesellschaft bedeuten, wenn die Interessen junger Menschen gehört und in politische Entscheidungen miteinbezogen werden?

DMM GIG Wahlalter